Vor mehr als 20 Jahren hatten Bürger aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis eine verwegene Idee: Lasst uns doch eine Stiftung gründen und mit ihren Erlösen Entwicklungshilfe-Projekte in Afrika, Lateinamerika und Asien fördern. Wir alle leben in „Einer Welt“ – eine andere gibt es nicht – also können und sollten Bewohner privilegierter Regionen – dem Rheinisch-Bergischen Kreis etwa – Menschen in ärmeren Ländern unterstützen. Projekte aus den Bereichen Bildung und Kleinwirtschaft sollten im Vordergrund stehen, die Förderung von Schulen etwa, oder die Vergabe von Mikrokrediten für den Aufbau einer Schneiderei oder den Ankauf von Saatgut, das eine Dorfkooperative für ihrer Gärtnerei benötigte. Alle Projekte sollten das Ziel „Hilfe zur Selbsthilfe“ verfolgen.  

Bis es so weit war, vergingen aber noch Jahre. Den Anstoß zur Gründung der (Bürger-)Stiftung für die Eine-Welt-Arbeit in der Region gab 2002/2003 der „Aktionskreis Eine Welt Kürten“, der in Zusammenarbeit mit interessierten Einzelpersonen und Vertretern/-innen des Stadtverbandes für Entwicklungszusammenarbeit Bergisch Gladbach e.V., einem Dachverband verschiedener Eine-Welt-Gruppen, umfangreichen Vorarbeiten geleistet hat. Und dann gab es noch eine richtig hohe Hürde: Für eine Stiftung benötigten die damaligen Macher 50.000 Euro, aufzutreiben innerhalb eines Jahres.

Was kaum einer für möglich hielt, funktionierte schließlich. Mit 54.000 Euro auf dem Konto – 5.000 hat der Stadtverband Eine Welt beigesteuert – beantragte eine Gruppe um Gabriele Apicella, Horst Fossen, Rainer Henze, Hans-Josef Irlenbusch und Dettlef Rockenberg die Anerkennung der „Eine-Welt-Stiftung Rhein Berg“. Am 29. August 2006 – vor 20 Jahren – schließlich bekam sie von der Bezirksregierung Köln die Stiftungsurkunde, parallel erkannte die Finanzbehörde ihre Gemeinnützigkeit an.

So etwas muss gefeiert werden! Am 10. September 2026 luden Vorstand und Kuratorium der Eine-Welt-Stiftung Rhein-Berg zu einem Geburtstagsempfang in den Ratssaal Bensberg. Gekommen sind unter anderem der stellv. Landrat Peter Lautz, Bergisch Gladbachs Bürgermeister Marcel Kreutz, die Entwicklungshilfeexpertinnen Susanne Schmitz und Birgit Koepsell, Alexis Kouassi vom Ghana-Projekt und last but not least der Kölner Kabarettist Wilfried Schmickler, der in einer wunderbar launigen Rede dem Publikum seine Sicht auf die „Eine Welt“ näherbrachte. Rainer Henze, einer der Stiftungsgründer, bekam zudem feierlich die Ehrenmitgliedschaft des Vorstandes verliehen.

Für die musikalische Begleitung sorgte die Gitarristin Katja Attalah. Moderator des Abends war Arne Meinhardt.

Mirko Smiljanic

Bergisch Gladbach, den12.09.2026

www.eine-welt-stiftung.de